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Gleissanierung in Kleinensiel: Bahn soll umdenken

Kleinensiel. Ungenügend – diese Note gibt der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler dem Brief der Bahn AG, der auf seine Anfrage zum Zustand der Gleise in Kleinensiel antwortet. „Die Bahn kann keine nachvollziehbare Begründung dafür liefern, warum vor drei Jahren das kaum genutzte Nebengleis komplett saniert wurde, das ramponierte Hauptgleis aber so bleibt, wie es ist”, bemängelt er das Schreiben des Konzernbevollmächtigten für Niedersachsen, Ulrich Bischoping.

Die Bahn ist der Ansicht, dass das Hauptgleis lediglich „kleine Lagefehler” aufweise, die noch in diesem Jahr beseitigt werden sollen. Dieser Zustand könne aber nicht zu übermäßigem Lärm und Erschütterungen führen, da der Zustand des Gleises ja dem vorgegebenen Regelwerk entspreche. Eine vollständige Gleissanierung sei in den nächsten fünf Jahren nicht erforderlich. „Ich werde Herrn Bischoping einladen, sich in Kleinensiel die ‚kleinen Lagefehler’ einmal mit eigenen Augen anzusehen. Ich hoffe, dass wir die Bahn so zu einem Umdenken bewegen können.”

Björn Thümler hat Verständnis dafür, dass die Bahn nicht überall im Schienennetz den technisch optimalen Zustand herstellen kann, solange die Gleise dem technischen Mindesstandard genügen – schließlich geht es um das Geld der Steuerzahler, das wirtschaftlich eingesetzt werden müsse. „Dann verstehe ich allerdings erst recht nicht, warum das knappe Geld dann für die Sanierung eines Nebengleises ausgegeben wird, das praktisch nicht befahren wird”, lautet sein Resümee.

Datum: 18.08.2009

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